Manchmal schreibt der Alltag die besten Geschichten – oder in diesem Fall: ein unbekannter Kreativer. An einer unserer Haltestellen hatte jemand das Haltestellenschild an der Murhardstraße mit viel Liebe zum Detail verändert. Neben den regulären Linien war dort plötzlich auch die „Linie 9 nach Mordor“ aufgeführt. Eine täuschend echte, augenzwinkernde Anspielung auf „Der Herr der Ringe“, die bei vielen Passanten für ein Schmunzeln sorgte.
So charmant die Idee auch war: Rechtlich handelt es sich dabei um eine unzulässige Veränderung, die wir entfernen mussten. Dennoch haben wir uns bewusst für einen humorvollen und offenen Umgang mit der Situation entschieden.
Unser Social-Media-Team begleitete die Säuberungsaktion und griff sie in einem augenzwinkernden Video auf. Die Reaktionen auf Instagram und Facebook ließen nicht lange auf sich warten: Der Beitrag wurde vielfach geteilt, sorgte für große Aufmerksamkeit und brachte viele neue Menschen mit uns ins Gespräch. Besonders erfreulich war die überwiegend positive Resonanz in den Kommentaren. Der sympathische und selbstironische Umgang mit der Situation wurde dort klar bestätigt.
Ein Kommentar brachte es besonders treffend auf den Punkt:
„Man läuft nicht einfach nach Mordor – man fährt mit der Straßenbahn.“
So schön diese Vorstellung auch ist: Die Linie 9 nach Mordor bleibt dennoch außer Betrieb. Der kleine Abstecher nach Mittelerde hat uns aber gezeigt, wie viel Kreativität, Humor und Nähe in alltäglichen Momenten stecken können – wenn man ihnen mit einem Augenzwinkern begegnet.