Umweltaktivitäten der KVG

Null CO2-Emmissionen

Vom TÜV bestätigt

Seit 2015 übernimmt der TÜV Rheinland die Zertifizierung

Jetzt ist es amtlich: Die KVG ist ein klimaneutrales Unternehmen. Der TÜV Nord hat den Kasseler Verkehrs-Dienstleister im Jahr 2012 geprüft und als klimaneutrales Unternehmen zertifiziert. Und damit der KVG als erstem ÖPNV-Unternehmen in Deutschland das renommierte Siegel verliehen. Wie geht das? Schließlich verbrauchen die Busse des Unternehmens Treibstoff und die Trams Strom.

 

Öffentlicher Nahverkehr ist umweltfreundlich

Grundsätzlich gilt: Öffentlicher Nahverkehr ist per sé umweltfreundlich. Denn nur Busse und Bahnen bewegen mit einer einzigen Fahrt viele Menschen gleichzeitig. Das senkt den spezifischen Verbrauch pro Kopf und Kilometer erheblich. Im Vergleich zum Autoverkehr sinken so nicht nur die Emissionen, sondern auch der Flächenverbrauch für Straßen und Abstellplätze, außerdem entsteht erheblich weniger Lärm. Doch das ist der KVG noch nicht genug. Deshalb entwickelt die KVG Ideen, so wie alle Unternehmen der KVV-Gruppe, um Umweltschutz und Nachhaltigkeit weiter zu verbessern. Daher der nächste Schritt: Die im Unternehmen entstehenden Emissionen durch Klimaprojekte neutral zu stellen.

 

Das Vorgehen und die Kriterien

Zunächst haben wir sämtliche Emissionen auf Basis zahlreicher klimarelevanter Kriterien ermittelt und nach finanzieller Kontrolle betrachtet. Darunter den Energiebedarf sämtlicher Liegenschaften einschließlich der Wasserverbräuche, die Geschäftsreisen und die Arbeitswege der Mitarbeiter, vor allem aber die Emissionen sämtlicher Fahrzeuge, also der Trams und der Busse. Das ist der größte Faktor, denn sie transportieren jährlich über 43,5 Millionen Menschen. 

 

Die KVG hat in den Jahren 2011 bis 2015 jeweils rund 20.000 Tonnen CO2 emittiert. Diese Summe enthält nicht nur die Werte für die Bus- und Tramfahren im Kasseler Stadtgebiet, dem Stammgebiet der KVG, sondern auch die Fahren der RegioTrams im Netz der Deutschen Bahn, die der Straßenbahnen im Kasseler Umland sowie die von der KVG beauftragten Bus-Subunternehmer. Hinzukommen die rund 450 Fahrzeugen der KVV-Gruppe. Besonders wenig Emissionen fallen übrigens bei den Trams an – sie fahren seit 2007 mit klimaneutralem Naturstrom aus Wasserkraft. Diese Mengen werden aus der zu neutralisierenden Gesamtemissionsmenge herausgerechnet. Somit reduziert sich in beiden Jahren die Summe der Gesamtemmsionen um den Anteil "Naturstrom" von rund 20.000 Tonnen aufca. 11.000 Tonnen CO2e. Für diese Menge hat die KVG Klimaprojekte gefördert.

 

Bemerkenswert dabei ist, dass sich trotz gestiegener Fahrleistung und schwereren Fahrzeugen die Gesamtemmissionen verringern. Eigentlich sollte man bei mehr Fahrleistung und Fahrzeugen, die mehr Gewicht bewegen müssen, auch einen Anstieg der Emissionswerte erwarten - dem gegenüber stehen allerdings die Energieeffizienzbemühungen der KVG. Somit ist der ausgebliebene Anstieg der Emissionen eigentlich ein Zeichen für eine Verminderung des CO2-Ausstoßes. Die KVG ist also auf einem guten Weg, ihre Klimaschutzanstrengungen erfolgreich umzusetzen.

Die Projekte

Klimaneutral stellen bedeutet, dass die Treibhausgas-Emissionen, die beispielsweise bei der Herstellung eines Produkts oder durch die Fahrten von Bussen und Trams entstehen, durch Emissionseinsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden. Dafür werden Klimaschutzprojekte unterstützt, die strenge Auflagen erfüllen müssen. Im Gegenzug erhalten sie CO2-Gutschriften. Das zentrale Kriterium ist Zusätzlichkeit.

 

Das bedeutet, dass Projekte nur dann CO2-Gutschriften erhalten dürfen, wenn sie über den Kapitalmarkt nicht finanzierbar, also nicht durchführbar wären. Diese Klimaschutzprojekte benötigen also Einnahmen aus dem Verkauf von CO2-Gutschriften, damit sie realisierbar werden. Weitere Kriterien für die Ausschüttung von CO2-Zertifikaten sind

 

  • dauerhafte Einsparung von Treibhausgasen
  • messbare Einsparung von Treibhausgasen
  • Prüfung durch externe Gutachter
  • keine Emissionen aufgrund des Projekts an anderer Stelle
  • keine Doppelzählung der Emissionsminderung für andere Zwecke.

Vereinte Nationen, Kyoto-Protokoll und CO2-Zertifikate

Wenn eine Organisation CO2-Zertifikate kauft, ermöglicht sie damit dem Projektbetreiber, sein Projekt durchzuführen und so Emissionen einzusparen. Das politische Ziel des CO2-Markts ist es, Emissionsminderungen dort durchzuführen, wo mit einem Euro die größten Einsparungen von Treibhausgasen möglich sind. Zu diesem marktwirtschaftlichen Mechanismus haben sich die Vereinten Nationen mit dem Kyoto-Protokoll entschieden.

Die Klimaprojekte der KVG

Die KVG hat sich für die folgenden Projekte entschieden, mit denen große Mengen CO2 eingespart werden:

 

  • Biomasseprojekt, Brasilien
  • GuD-Kraftwerk in Zhumadian Zhongyuan, China
Befeuerungsanlage, Brasilien
GuD-Kraftwerk, Zhumadian Zhongyuan
NVV-Servicetelefon: 0800 - 939 - 0800 (gebührenfrei)
KVG