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Neue und individuelle elektronische Tarife für Smartphones: KVG und NVV beteiligen sich an Forschungsprogramm

08.03.2017

Test ab Herbst – Auswahl der Tester im Sommer


Kassel, 8. März 2017. NVV und KVG wollen künftig den Kauf von Tickets für Bus und Bahn mit dem Smartphone attraktiver machen. Um Tarifangebote für das NVV-Handyticket zu entwickeln, beteiligen sich beide gemeinsam mit der Universität Kassel, der WVI GmbH in Braunschweig und der KreisVerkehr Schwäbisch Hall GmbH an einem Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen der Initiative -  eTicketing und digitale Vernetzung im Öffentlichen Personenverkehr. 

 

Bei diesem Projekt sollen neue Tarifmodelle für das NVV-Handyticket und die KolibriCard - das eTicket-System im Landkreis Schwäbisch Hall - entwickelt und in einer Pilotphase praktisch getestet werden. Die neuen Tarifmodelle sollen insbesondere für Gelegenheitskunden geeignet sein, für die sich der Kauf einer Zeitkarte preislich nicht lohnt. Insbesondere durch den relativ neuen flexiblen Vertriebsweg des Smartphones werden hierfür große Potenziale gesehen.

 

Ziel des Projektes ist es, die bisherigen Gelegenheitskunden mit verschiedenen Anreizsystemen zu bewegen, Zug, Tram und Bus öfter zu nutzen und dafür ein elektronisches Ticket zu kaufen, das schnell und einfach zu erhalten ist. Die neuen flexiblen Tarife sollen dabei den Preis unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte individuell ermitteln können. Denkbar sind dabei zum Beispiel Rabattsysteme für Mengen oder Umsatz, den Zeitpunkt der Fahrt oder die Möglichkeit, ein Guthaben über bereits gekaufte Tickets aufzubauen. 

 

Kunden, die nicht regelmäßig und häufig fahren, können oft nicht einschätzen, welche Fahrkarte (Zeitkarte oder Einzelticket) für sie preislich am sinnvollsten ist. Auch hier soll das Projekt Erkenntnisse liefern, welche Tarife mit elektronischen Tickets für jene Fahrgäste besser geeignet wären.

 

Die verschiedenen Formen der flexiblen Tarife sind zurzeit in der Diskussion bei den beteiligten Partnern und werden anschließend Teil der Betrachtungen innerhalb des Forschungsprojektes sein.

 

Voraussichtlich ab Herbst können Kunden des öffentlichen Nahverkehrs in Nordhessen dann neue elektronische Tarife nutzen, wenn sie dafür an einem Pilotprojekt teilnehmen und die Angebote testen. Die Testkunden werden im Sommer ausgewählt. 

 

Aus dem in dem Projekt gewonnen Erfahrungen werden Empfehlungen abgegeben, die die Umsetzung flexibler Tarifmodelle in anderen Verkehrsverbünden und die Entwicklung weiterer Tarifmodelle unterstützen sollen. 

 

Hintergrundinformationen

  • Projekttitel: FlexiTarife – Entwicklung, Anwendung und Wirkungsermittlung flexibler Tarife auf Basis von EFM-Systemen
  • Verbundprojekt unter Federführung des NVV
  • Kooperationspartner: Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG), Universität Kassel (Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme, Prof. Dr.-Ing. Sommer), WVI (Prof. Dr. Wermuth Verkehrsforschung u. Infrastrukturplanung GmbH)
  • Assoziiert: VCD (Landesverband Hessen), Fahrgastbeirat der KVG
  • Subpartner: KreisVerkehr Schwäbisch Hall GmbH, Cubic Transportation Systems GmbH, HaCon Ingenieurgesellschaft mbH
  • Laufzeit: 1. Januar.2017 bis 31. September 2018
  • Projektsumme: Insgesamt rund 800.000 Euro
  • Gefördert vom BMVI im Rahmen der Initiative eTicketing und digitale Vernetzung im Öffentlichen Personenverkehr
  • Daten zum NVV-Handyticket im Jahr 2016: ca. 100.000 verkaufte Tickets, rund 420.000 € Umsatz
NVV-Servicetelefon: 0800 - 939 - 0800 (gebührenfrei)
KVG