Mehr Trams für Kassel

05.12.2013

Auf ganzer Linie: Ab dem 15. Dezember fährt die KVG mit Straßenbahn-Doppeltraktionen zwischen dem Bergpark Wilhelmshöhe und der Endhaltstelle Vellmar-Nord. RegioTrams werden die Bahnen in der Holländischen Straße ergänzen. Ziel ist es, deutlich mehr Fahrgäste auf diesen stark frequentierten Streckenabschnitten der Linie 1 zu befördern. Die ersten Doppeltraktions-Fahrgäste bei dem heutigen Pressetermin waren (v.li.): NVV-Geschäftsführer Wolfgang Dippel, KVG-Vorstand Dr. Thorsten Ebert, Universitätspräsident Prof. Rolf-Dieter Postlep, Stadtbaurat Christof Nolda und KVG-Vorstandsvorsitzender Andreas Helbig (Foto: KVG AG/Andreas Fischer).

Kassel, 5. Dezember 2013. Mehr Trams für mehr Fahrgäste: Auf die Kurzformel gebracht ist dies die wesentliche Neuerung für die Stadt Kassel zum diesjährigen Fahrplanwechsel.

 

KVG und NVV bieten ab Sonntag, 15. Dezember, häufigere Fahrten mit RegioTrams sowie mit zwei hintereinander gekuppelten Straßenbahnen (Doppeltraktionen) auf intensiv nachgefragten Strecken. Ebenso wie die Stadt Kassel profitiert davon die Region: RegioTram-Züge pendeln öfter umstiegsfrei aus dem nordhessischen Umland direkt zur Kasseler Königsstraße mit ihren zahlreichen Geschäften und durch die Holländische Straße mit dem Universitätsstandort Holländischer Platz.

 

„Die überaus positive Entwicklung der Universität verlangt nach einer verkehrlichen Antwort insbesondere im ÖPNV. Durch die gemeinsame Anstrengung und die Umgestaltung der Holländischen Straße für die Regiotram sind wir an dieser Stelle ein großes Stück weiter gekommen“, sagt Stadtbaurat Christof Nolda.

 

Ähnlich positiv äußert sich Universitätspräsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep: „Wir wissen die Bemühungen der KVG zu schätzen, die Anbindung unseres zentralen Campus am Holländischen Platz zu verbessern. Insbesondere die Angebotserweiterung für die Stadtteile Nord-Holland, Mitte, Wehlheiden und Vorderer Westen ist zu begrüßen, da hier besonders viele unserer Studierenden wohnen.“

 

Hintergrund für die Neuerungen sind das RegioTram-Zielkonzept des NVV sowie das neue Betriebskonzept der KVG für die Tramlinie 1.

 

Künftig fährt die RegioTram zu den wichtigen Tageszeiten doppelt so oft und in Kassel auf neuen Linienwegen: Die Züge der RT3 und RT4 verkehren in der Regel alle 30 Minuten. Beide Linien überlagern sich in Kassel, sodass zwischen dem Bahnhof Obervellmar und der Wendeschleife Holländische Straße jede Viertelstunde eine RegioTram fährt, die bis zu 200 Plätze bietet.

 

Bisher zeigten Straßenbahn-Doppeltraktionen ihre Leistungsstärke vor allem während Veranstaltungen im Bergpark sowie während des Hessentages, um mit einer Fahrt möglichst viele Menschen befördern zu können. Ab dem 15. Dezember ersetzt die KVG die Einzelwagen der Linie 1E durch gekuppelte Bahnen.

 

In einer Doppeltraktion können etwa 320 statt 160 Fahrgäste unterwegs sein. Auch weiterhin verbinden die Bahnen der Linie 5 die Stadt Baunatal mit dem Kasseler Süden und durch die Innenstadt bis zur Wendeschleife Holländische Straße. Ab dem Fahrplanwechsel bedient die Tram 5 ihre Gesamtstrecke wochentags bis 20 Uhr.

 

„Mit den RegioTrams besteht die Möglichkeit, die auf der Holländischen Straße verkehrenden Tramlinien 1 und 5 zu entlasten und gleichzeitig das Angebot in die Kasseler Nordstadt erheblich zu verbessern. Damit wird der Blick in den Fahrplan überflüssig und die Nutzung des ÖPNV in der Stadt Kassel einfacher“, fasst NVV-Geschäftsführer Wolfgang Dippel zusammen.

 

Im Verlauf der Tramlinie 1 ergibt sich künftig folgendes Bild:

 

Zwischen dem Bergpark Wilhelmshöhe und der Endhaltestelle Vellmar Nord wird etwas mehr als jede zweite Fahrt der Linie 1 als Straßenbahn-Doppeltraktion unterwegs sein. Die übrigen Trams der Linie 1 sowie die der Linie 5 in der Holländischen Straße verkehren als Einzelfahrzeuge.

 

Zwischen der Haltestelle „Rathaus“ bis zur Wendeschleife „Holländische Straße“ fahren wochentags bis 20 Uhr stündlich bis zu vier Bahnen mehr als bisher, denn neu sind hier die RT3 und RT4.

 

„Wir sind überzeugt, dass wir, gemeinsam mit dem NVV, mit dem kombinierten Tram- und RegioTramkonzept unseren Fahrgästen entgegenkommen und sie unser Angebot begrüßen werden“, sagt KVG-Vorstandsvorsitzender Andreas Helbig, „denn damit tragen wir der ständig steigenden Nachfrage gerade auf diesem Streckenabschnitt Rechnung.“

 

„Ein durchgängiger Betrieb mit Doppeltraktionen auf der Linie 1 bleibt das Ziel der KVG.

Voraussetzung dafür ist unter anderem die Umrüstung weiterer Trams auf sogenannte Traktionsfähigkeit. Dies erfolgt im Rahmen des bereits begonnen Erneuerungskonzepts der Bahnen, die Anfang der 1990-er Jahre angeschafft worden waren“, erklärt KVG-Vorstandsmitglied Dr. Thorsten Ebert.

 

Voraussichtlich im Jahr 2015 wird es möglich sein, auf der Linie 1 nur noch gekuppelte Bahnen einzusetzen. Bis dahin könnten Beiwagen eine Zwischenlösung bieten. Derzeit laufen erste Tests mit einem Beiwagen, der bei positivem Testverlauf bereits Mitte 2014 im Linienbetrieb eingesetzt werden kann.“

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