KVG-Liniennetzreform

19.11.2015
Nach dem Abschluss der Bürgerbeteiligung zu der für das Jahr 2017 geplanten Liniennetzreform zieht der Vorstand der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG), Dr. Thorsten Ebert, eine positive Bilanz: Fast 1.000 Einzel- und Sammelrückmeldungen erhielt das Kasseler ÖPNV-Unternehmen. Jetzt werden die Anregungen strukturiert, ausgewertet und auf ihre Auswirkungen hin geprüft. Im März kommenden Jahres wird die KVG einen überarbeiteten Reformentwurf vorlegen (Foto: KVG AG).

Nach dem Abschluss der Bürgerbeteiligung zu der für das Jahr 2017 geplanten Liniennetzreform zieht der Vorstand der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft AG (KVG), Dr. Thorsten Ebert, eine positive Bilanz: Fast 1.000 Einzel- und Sammelrückmeldungen erhielt das Kasseler ÖPNV-Unternehmen. Jetzt werden die Anregungen strukturiert, ausgewertet und auf ihre Auswirkungen hin geprüft. Im März kommenden Jahres wird die KVG einen überarbeiteten Reformentwurf vorlegen (Foto: KVG AG).

Fast 1.000 Rückmeldungen aus der Bürgerbeteiligung


Kassel, 19. November 2015. Nach dem Abschluss der Bürgerbeteiligung zur Liniennetzreform zieht die KVG eine positive Bilanz: Fast 1.000 schriftliche Rückmeldungen, darunter von Einzelpersonen und Personengruppen, Ortsbeiräten, Firmen, Verbänden, Schulen und Vereinen, erreichten das Unternehmen. Hinzu kam eine Vielzahl von mündlichen und telefonischen Hinweisen. „Wir danken allen, die sich die Mühe gemacht haben, unsere Vorschläge zu prüfen und sich dazu zu äußern unabhängig davon, ob es sich um Kritik oder Lob handelt“, sagt KVG-Vorstand Dr. Thorsten Ebert. „Viel Zustimmung gab es für die gut verständliche und umfassende Darstellung des Entwurfes und für die zahlreichen weiteren Informationsangebote.“

 

Insbesondere bei veränderten Linienführungen im Busnetz äußerten sich die jeweils betroffenen Anwohner. Schwerpunkte waren hier etwa die derzeitigen Linien 12, 24 und 27. Von verschiedenen Institutionen, etwa Umweltverbänden und dem Asta, wurden umfassende Stellungnahmen sowohl zum gesamten Liniennetz als auch zu vielen Einzelvorschlägen abgegeben. Auch die Ortsbeiräte beteiligten sich intensiv am Diskussionsprozess und äußerten sich vor allem zu den Linienführungen in ihrem Stadtteil und den jeweiligen Verbindungen zu wichtigen Zielen wie der Königsstraße und dem Bahnhof Wilhelmshöhe. Zustimmung fanden zum Beispiel das verstärkte Angebot am Samstagnachmittag, die Nachtverkehre und die neuen Linienführungen wie etwa der neuen Linien 10 bis 12 und deren dichtere Takte.

 

Trotz des offiziellen Abschlusses der Bürgerbeteiligung berücksichtigt die KVG einige weitere Rückmeldungen. Dabei handelt es sich um Hinweise von Rathausfraktionen, aus Ortsbeiratssitzungen und anderen Veranstaltungen, die noch nicht stattgefunden haben und zu denen KVG-Vertreter eingeladen sind.

 

Der weitere Zeitplan sieht vor, bis März kommenden Jahres alle Anregungen auszuwerten und einen überarbeiteten Reformentwurf vorzulegen. Außerdem soll eine Dokumentation zu allen Stellungnahmen erarbeitet werden. Aus dieser wird hervorgehen, welche Hinweise berücksichtigt wurden. Zudem wird begründet werden, warum andere nicht aufgenommen werden sollen. 

 

Ab April 2016 startet der politische Diskussions- und Entscheidungsprozess des überarbeiteten Konzepts. Dieses wird die Bau- und Planungskommission durchlaufen, anschließend den Magistrat und den Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und Verkehr. Sofern bauliche Maßnahmen anstehen, werden sie in den jeweils betroffenen Ortsbeiräten vorgestellt. Voraussichtlich im Oktober 2016 soll der Kasseler Stadtverordnetenversammlung der aktualisierte Vorschlag für ein neues Liniennetz zum Beschluss vorgelegt werden. Das beschlossene Konzept soll ab im Frühjahr 2017 umgesetzt werden.

 

Der relativ lange Zeitraum zwischen der Bürgerbeteiligung und der erneuten Vorlage des Entwurfes erklärt sich aus der Komplexität des Linienverkehres und seinem engen Zusammenspiel mit den weiteren Verkehren.

 

Fahren Busse und Bahnen andere Strecken oder andere Takte, zu bestimmten Tageszeiten häufiger oder seltener, mit größeren oder kleineren Fahrzeugen, ändern sich zum Beispiel Anschlüsse zwischen Bussen, Straßenbahnen, RegioTrams und Nahverkehrszügen, auch müssen geeignete Schienentrassen zur Verfügung stehen. Diese Komplexität gilt auch für alle weiteren Verkehre. Geprüft werden müssen deshalb, wie sich einzelne Änderungen im ÖPNV, etwa der Takt oder die Strecke einer Linie und die auf ihr eingesetzten Fahrzeuge, auf den privaten Auto- und den Lieferverkehr, den Radverkehr und die Fußgängerströme auswirken. Anhand eines komplexen Verkehrsmodells werden zudem die Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen analysiert. Jede neue Änderung muss diesen Analyseprozess durchlaufen, um deren Wirkung möglichst sicher abschätzen zu können.

 

Der Beteiligungsprozess und die Öffentlichkeitsarbeit der KVG hatten am 4. Juli mit dem Bürgerdialog im Infozelt auf dem Friedrichsplatz begonnen. Die weiteren Angebote zur Meinungsbildung und Beteiligung umfassten seitdem:

 

  • Die Rückmeldemöglichkeit in der Rubrik „Kasseler Linien“ auf der KVG-Homepage www.kvg.de. Mehr als 300 Personen nutzen dieses feedback-Formular. Weitere etwa 500 Rückmeldungen erfolgten postalisch 
  • Eine persönliche Beratung an dem speziellen Beraterplatz im Kundenzentrum in der Kurfürsten Galerie nahmen zu Beginn des Beteiligungsprozesses täglich rund 50 Personen in Anspruch, im Laufe der Zeit sank diese Zahl
  • KVG-Mitarbeiter nahmen auf Einladung an zwölf Ortsbeiratssitzungen teil. Informationsabende fanden darüber hinaus unter anderem statt mit: den Vorsitzenden der Ortsbeiräte, dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband Kassel, den im Umwelthaus zusammengeschlossenen Verbänden, dem  Senioren- sowie dem Behindertenbeirat der Stadt Kassel, Schülervertretern, dem Fahrgastbeirat der KVG, dem BUND und den Fraktionen im Kasseler Stadtparlament.
NVV-Servicetelefon: 0800 - 939 - 0800 (gebührenfrei)
KVG