Freie Fahrt für Elektroscooter in Bussen und Bahnen der KVG

20.01.2015

Für Busse prüft die KVG Einbau von Rückhaltesystemen


Kassel, 20. Januar 2015. In den Bussen und Straßenbahnen der KVG werden Elektroscooter wieder befördert. Der ursprüngliche Ausschluss von der Beförderung basierte auf einem Gutachten, das vom Land Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegeben worden war und einer daraus abgeleiteten Empfehlung des Verbandes deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) von Ende November vorigen Jahres.

 

Die Empfehlung des VDV, Elektroscooter von der Beförderung in Bussen auszuschließen, hatte unter Verkehrsunternehmen bundesweit für Irritationen gesorgt. Unterdessen hat der Verband angekündigt, ein weiteres Gutachten zu diesem Thema abzuwarten um anschließend seine Hinweise zu präzisieren. Die KVG hat sich gegen diese Empfehlung entschieden, weil nach neuerlicher Prüfung das Gefährdungspotenzial sowohl für die Nutzer der Elektroscooter als auch für andere Fahrgäste als sehr gering bewertet wird.

 

Darüber hinaus kann das Fahrpersonal nach den Allgemeinen Beförderungsbedingungen des NVV in jedem konkreten Fall entscheiden, ob die Sicherheit von Fahrgästen durch einen Elektroscooter oder eine andere Mobilitätshilfe gewährleistet ist. Bei einer negativen Bewertung kann die Fahrerin oder der Fahrer die Beförderung eines Elektroscooters, Elektrorollstuhles oder eines anderen Gefährts untersagen.

 

Die KVG prüft zusätzlich die Ausstattung ihrer rund 76 Busse mit Rückhaltesystemen, um die Sicherheit bei der Beförderung von E-Mobilen weiter zu erhöhen. Hintergrund ist, dass die wenig wendigen Scooter in den engeren Mehrzweckabteilen der Busse nicht so sicher aufgestellt werden können wie in den Straßenbahnen und darüber hinaus in einem Bus bei einer plötzlichen starken Bremsung höhere Kräfte auftreten. Durch seinen höheren Schwerpunkt kann das Gefährt, wenn es quer aufgestellt werden muss, eher kippen als etwa ein Elektrorollstuhl. 

NVV-Servicetelefon: 0800 - 939 - 0800 (gebührenfrei)
KVG