Ausgezeichnete Ausbildung in Kassel: KVV-Juniorfirma holt 2. Preis

17.10.2013

Sichtlich stolz: Gisbert Schlotzhauer, Vorstandsvorsitzender der VDV-Akademie und Vorstand der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn AG, die beiden Kasseler Auszubildenden Maria Scrivo und Alexander Tromp sowie Reinhold Bauer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der VDV-Akademie und Vorstandssprecher der Stuttgarter Straßenbahn AG. (Bild VDV)

Dass die KVG und die Städtischen Werke ausgezeichnet ausbilden, hat sich bei vielen Jugendlichen in Nordhessen bereits herumgesprochen. Seit Herbst 2013 ist das nun aber sogar quasi amtlich. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat der Juniorfirma der KVV bei dem alle zwei Jahre durchgeführten Wettbewerb „Unser bester Nachwuchs“ in der Kategorie Projekte den zweiten Preis verliehen. Der VDV betonte, dass die Juniorfirma der Werke- und KVG-Dachgesellschaft KVV den Auszubildenden in professioneller Form die Möglichkeit gebe, sich auch neben der Ausbildung im Unternehmen zu engagieren. Andreas Helbig, Vorstandsvorsitzender der Städtischen Werke und KVG, ist stolz: „Um einem Fachkräftemangel vorzubeugen, setzen wir auf die eigene Ausbildung. Doch auch hier herrscht Wettbewerb um die guten Leute. Projekte wie die Juniorfirma helfen, uns als attraktiver kommunaler Arbeitgeber zu profilieren.“


Der erste Preis geht an die Stadtwerke Osnabrück, deren Auszubildende ein einmonatiges Praktikum in einer sozialen Einrichtung mit behinderten Menschen absolvieren. Den dritten Preis hat der VDV an die Rattenfänger Reisen Bus und Touristik in Hammeln vergeben. Eine Auszubildende hat ein Schulungskonzept für Rollatoren-Nutzer entwickelt.


Die Juniorfirma der Städtischen Werke und der KVG ist mit dem Ausbildungskonzept einzigartig in Nordhessen. Hier lernt der Nachwuchs der kommunalen Unternehmen selbständiges und eigenverantwortliches Handeln. Deshalb wurde sie auch von den Auszubildenden gegründet und wird von ihnen eigenständig geführt. Das Geschäftsfeld der Juniorfirma könnte nicht näher liegen: Ausbildungsmarketing. Die Auszubildenden von heute kümmern sich um den Nachwuchs von morgen, also ihre eigenen Nachfolger. Der Grund: Ausbildungsmarketing wird vor allem in Nordhessen immer wichtiger. Denn im Wettbewerb um die guten Nachwuchskräfte der Region konkurrieren viele interessante Ausbildungsunternehmen und potenzielle Arbeitgeber.


Um erfolgreich als neues Unternehmen im Wettbewerb bestehen zu können, hat die Juniorfirma eigene Büroräume, eine Marketingabteilung, ein Backoffice und einen eigenen Bereich für das Controlling und Personalwesen. Also alles, was für ein erfolgreiches Geschäft notwendig ist. Das Personal und die Führungskräfte sind gut 20 Berufsanfänger des zweiten Lehrjahres. Sie führen Informationsveranstaltungen auf Messen und in Schulen durch, sie bauen einen eigenen Internetauftritt auf, sie gestalten Anzeigen und die Öffentlichkeitsarbeit – alles mit dem Ziel, Schulabgänger oder die Presse neugierig auf eine Ausbildung bei den Städtischen Werken und der KVG zu machen.


Dabei geht es zu, wie im wahren Berufsleben. Die Mitarbeiter der Juniorfirma übernehmen Budgetverantwortung, beauftragen Agenturen mit der Produktion von Werbemitteln, kümmern sich um das Rechnungswesen, Controlling oder die Buchhaltung. Ziel ist, „den jungen Leuten die gesamten Prozesse eines Unternehmens erlebbar zu machen. Und das geht natürlich am besten in der Praxis und wenn man wirklich Verantwortung trägt. So wollen wir unsere Azubis auf die veränderten und gestiegenen Anforderungen der Arbeitswelt vorbereiten“, erläutert Helbig die Ziele der Juniorfirma.

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