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Achtung, Tram!“: KVG appelliert an Aufmerksamkeit im Straßen(bahn)verkehr

07.11.2017

Kopfhörer verringern die Aufmerksamkeit für die Umgebung und können dazu führen, dass eine herannahende Straßenbahn überhört wird. Damit gefährden unachtsame Fußgänger nicht nur sich selbst, sondern auch Fahrgäste in Busse und Bahnen. Mit der Verteilung der Broschüre „Achtung, Tram!“ warben heute auf dem Königsplatz u.a. KVG-Vorstand Dr. Thorsten Ebert (li.), Betriebsleiter Klaus Reintjes und Verkehrsmeister Bernd Peter für ein sichereres Verhalten im Straßenverkehr (Foto: KVG AG/Andreas Fischer).

Präventionsaktion heute auf dem Kasseler Königsplatz


Kassel, 7. November 2017. „Achtung, Tram!“ lautet der Titel einer Broschüre, mit der die KVG insbesondere Fußgänger und Fahrgästen Sicherheitstipps im Straßenbahnverkehr gibt und an ihre Aufmerksamkeit appelliert. In einer gemeinsamen Aktion verteilten heute auf dem Königsplatz Vertreter der KVG und des Kasseler Sicherheitsunternehmens Protex die Broschüre an Passanten und Fahrgäste. „Wir möchten für das Thema alle Verkehrsteilnehmer sensibilisieren“, brachte KVG-Vorstand Dr. Thorsten Ebert den Hintergrund der Aktion auf den Punkt.

 

Unfälle im Kasseler ÖPNV sind zum Glück sehr selten und insbesondere gering ist ihre Zahl angesichts von jährlich rund 46 Millionen Fahrgästen, die in der Stadt und dem nahen Umland mit Bussen und Bahnen unterwegs sind. Freilich birgt insbesondere der Straßenbahnverkehr auch Risiken, weil die Fahrzeuge nicht ausweichen können und der Bremsweg einer Bahn bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h mit rund 110 m etwa viermal so lang ist wie der eines Pkw. 

 

Problematisch ist jedoch die zu beobachtende häufigere Unachtsamkeit von Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern. So hat die Zahl von Beinahe-Unfällen zugenommen und damit auch die Notwendigkeit von Gefahrenbremsungen der Straßenbahnen und Busse, um Kollisionen zu vermeiden. Tatsächlich ist im Betrachtungszeitraum 2015 bis Ende Oktober dieses Jahres die Zahl der Gefahrenbremsungen von 72 auf 114 gestiegen bei einer gleichzeitig sinkenden Zahl von Unfällen. Aufgrund der bei einer solchen Bremsung entstehenden Fliehkräfte können Fahrgäste verletzt werden, vor allem wenn sie sich stehend nicht ausreichend festhalten oder nicht  stabil sitzen. 

 

„Zunehmend beobachten wir einen Besorgnis erregend hohen Anteil von Fußgängern, gerade jungen Menschen, die extrem abgelenkt sind, weil sie sich mit dem Handy anstatt mit dem Verkehrsgeschehen ringsum beschäftigen oder, weil sie Kopfhörer tragen, kaum in der Lage sind, eine herannahende Straßenbahn zu hören“, erklärt KVG-Betriebsleiter Klaus Reintjes. „Diese Situation birgt nicht nur das Risiko von Gefahrenbremsungen und damit das Verletzungsrisiko von Fahrgästen. Das rücksichtslose und unachtsames Verhalten im Straßenverkehr setzt auch unser Fahrpersonal zunehmend unter Stress.“

 

Mit einer Sicherheitsbroschüre macht die KVG Fahrgäste und Fußgänger auf die wichtigsten Gefahrensituationen im Straßenbahnverkehr aufmerksam. Um für das Thema zu sensibilisieren und um mit Passanten und Fahrgästen ins Gespräch zu kommen, verteilten heute Vertreter der KVG und der der Sicherheitsfirma Protex gemeinsam die Broschüren öffentlichkeitswirksam auf dem Königsplatz.  

 

 

Zahlen und Fakten: 

Straßenbahnen 20152016bis 24.10.2017
Unfälle insges.185174157
mit Verletzten233121
davon mit Fußgängern/Rollstuhlfahrern976
ohne Verletzte162143136

 

 

Busse 20152016bis 24.10.2017
Unfälle insges.130144131
mit Verletzten1059
davon mit Fußgängern/Rollstuhlfahrern22
ohne Verletzte120139122

 

 

 

Gefahrenbremsungen 20152016bis 24.10.2017
Busse mit Verletzten10156
Busse ohne Verletzte71830
Straßenbahnen mit Verletzten976
Straßenbahnen ohne Verletzte464872
Summe Busse + Straßenbahnen7288114

 

Zur Fahrzeugflotte der KVG gehören 86 Straßenbahnen auf  7 Linien und 84 Busse auf 19 städtischen Linien, die an 365 Tagen im Jahr fast rund um die Uhr zusammen gut 8,7 Mio. km in der Stadt Kassel sowie dem nahen Umland zurücklegen. Dabei befördern sie im Jahr (2016) mehr als 46 Mio. Fahrgäste.

 

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