E-Scooter: Sicher fahren in Bus und Bahn

16.02.2015
Beförderung von Elektromobilen in Schubgelenkbussen, KVG Kassel

Sicher aufgestellt ist ein E-Scooter, wenn er in dem Mehrzweckbereich eines Busses oder einer Straßenbahn vollständig längs und gegen die Fahrtrichtung platziert ist. Unter diesen Voraussetzungen werden die Elektromobile bei der KVG befördert, sofern sie nicht länger als 1,20 m sind. Dies hat das Unternehmen nach eigenen Tests mit verschiedenen E-Scootermodellen festgelegt. Das Foto zeigt den Behindertenbeauftragten der KVG, Michael Wiesenhütter, beim E-Scootertest in einem der neuen Schubgelenkbusse (Foto: KVG AG).

Beförderung nur längs und gegen die Fahrtrichtung 


Kassel, 16. Februar 2015. Vorwärts, rückwärts, gegen die oder in Fahrtrichtung? Nach umfangreichen Tests mit verschiedenen Elektroscootern hat die KVG jetzt festgelegt, wie diese Fahrzeuge in ihren Bussen und Straßenbahnen sicher befördert werden können:

 

1. Längs und rückwärts im Mehrzweckabteil aufstellen

Elektroscooter werden in Bussen und Bahnen mitgenommen, wenn sie im Mehrzweckabteil längs und gegen die Fahrtrichtung aufgestellt werden. Dies ist vor allem in den Bussen nur möglich und zeitlich vertretbar, wenn der Nutzer seinen E-Scooter rückwärts über die Klapprampe in das Fahrzeug lenkt und vorwärts wieder herausfährt. 

 

2. Maximal 1,20 Meter lang

Die Mehrzweckbereiche in den Bussen sind in ihren Grundmaßen europaweit für die Beförderung von Rollstühlen standardisiert. Deshalb können in vielen Bussen der KVG nur Scooter mit einer Länge bis zu 1,20 Meter verlässlich befördert werden. Die Längsaufstellung entgegen der Fahrtrichtung an der Prallplatte ist aus Sicherheitsgründen erforderlich, denn bei den Tests hat sich bestätigt, dass E-Scooter, wenn sie quer oder schräg aufgestellt werden, bei einer plötzlichen starken Bremsung des Fahrzeugs kippen oder rutschen. 

 

3. Das Fahrpersonal hat das letzte Wort

Der Fahrer oder die Fahrerin ist nach den Allgemeinen Beförderungsbedingungen des NVV für die Sicherheit im Fahrzeug verantwortlich. Falls der Scooter nicht korrekt aufgestellt werden kann, kann das Fahrpersonal die Mitnahme verweigern. Dies gilt auch, wenn der Nutzer des Elektromobils über einen Schwerbehindertenausweis verfügt. Scooter mit einer Straßenzulassung werden nicht  mitgenommen.

 

Die KVG hat darüber hinaus Gurt-Rückhaltesysteme getestet und wird ihre Busse damit schrittweise ausstatten. Zudem werden Piktogramme in den Mehrzweckabteilen der Busse und Bahnen die korrekte Aufstellung des E-Scooters zeigen. 

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